Freitag, 20. April 2018

Irgendwo in Iowa / It's the End of Datei as We Know It.



Burger King, Tiergarten © Kai von Kröcher, 2018






You're living in your own Private Idaho, living in your own Private Idaho. +++ Eigentlich merkwürdig, den Gesetzen der Logik widersprechend: Warum sollte die Quote einbrechen, nur weil man auf Hashtags setzt? Das wäre ja ungefähr so, als würde ein Unternehmer, sagen wir mal, nur so als Beispiel, dieser Zerealienfabrikat Seitenbacher. Sagen wir mal, dieser Herr Seitenbacher investiert eine Summe X in Rundfunkwerbung, und plötzlich kauft kein Mensch mehr sein Müsli. Das wäre, um den Late-Night-Club-Philosophen Clemmie zu zitieren, ein Paradoxon. +++ Das Bild heute ist schon etwas älter, seit Anfang März liegt das auf meinem "Schreibtisch". Und wieder habe ich irgendwie rumgeschlampert beim Abspeichern: Es lässt sich nur noch die kleine Kopie öffnen, beim Original heißt es, da sei ein "unerwartetes EOF (Ende der Datei) aufgetreten". Dabei fand ich das Bild die ganze Zeit ziemlich hervorragend – nun wissen Sie, was man als schusseliger Künstler alles durchleidet. +++ Ich zerbreche mir immer wieder den Kopf, wie ich die Quote wieder ankurbeln könnte: Wussten Sie zum Beispiel, unsere gemeine Ente kann bis zu 110 Km/h schnell sein – und über Nevada oder Nebraska ist 1963 mal ein Flugzeug in 6.300m Höhe mit einer Ente zusammengestoßen? +++ Sollten Sie sagen, das Bild heute ist aber besonders gut – dann würde ich mich noch einmal dransetzen und alles von vorne nochmal machen. +++ Man könnte natürlich auch, andererseits – als erfahrener Blogger habe längst die Erfahrung gemacht, der Leser liest immer wieder gern etwas über das Sexhaben: Da ist er ein rechter Nimmersatt! +++ Wussten Sie, dass der, den wir in der Radiowerbung landläufig für den Herrn Seitenbacher halten, wussten Sie das? Der heißt nämlich in Wahrheit Willi Pfannenschwarz und war früher mal Rockmusiker. Und ist gleichzeitig Sohn einer Müllersfamilie. Ein Pionier in der, wie sagt man. Jedenfalls hat er den Leuten beigebracht, wieder gesünderes Getreide zu essen, statt immer nur dieses elende Weißmehl – seine Werbung ist super. +++ Unsere gemeine Ente, und eigentlich sieht sie so gemein nun auch wieder nicht aus. Kleiner Scherz. Jedenfalls, der Biologe nennt unsere Ente Stockente! +++ Dieser James Bay in dem Video übrigens – ich hatte von dem vorher noch nie was gehört. Aber Anfang und Strophe sind gut, nur der Chorus ist blöd. Aber egal, in dem Official Lyric Video zu Pink Lemonade jedenfalls, finde ich, sieht der irgendwie aus wie Johnny Depp in Gilbert Grape – diesem ganz tollen Film mit der wahnsinnig dicken Frau.

Überschrift: Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa (What's eating Gilbert Grape), mit Johnny Depp und Leonardo DiCaprio © Lasse Hallström (Regie), USA 1993
Überschrift also inspired by: It's the End of the World as We Know It (And I Feel Fine) © R.E.M., 1987
Lyrics: Private Idaho © The B-52's, 1980
Pink Lemonade © James Bay, 2018

Mittwoch, 18. April 2018

Pictures for Pleasure / Never as good as the First Time.




The Long and Winding Road (4,19 x 1,86 m) © Kai von Kröcher, 2018





Baby, Baby, Baby, Baby, Baby, I fell from the sky. +++ Ich weiß noch, das war so ein früher Montagabend vor ein paar Wochen. Der Nachrichtenagentin hatte ich vorgeschlagen, sie solle doch in Spandau schon vom Zug springen, und dann würden wir in den Einbruch des Abends hinein durch die Stadt fahren, ich hatte für ein paar Tage ein Auto. +++ Worauf will ich eigentlich hinaus? +++ An dem Foto heute – und das war ein wahrhaft berauschender Abend! Da hatte ich vorgestern bis in die Nacht dran gesessen. Zwischendurch kurz mal runter, an die Admiralbrücke gestellt, den Blick in die Ferne. Eine Art künstlerischer Rausch, wenn man so will. Und ich weiß nicht, was hat mich geritten – anscheinend hatte ich nie zwischendurch abgespeichert: Tausende Arbeitsschritte, pipapo. Und als ich ins Bett will, bleibt es beim Speichern hängen, ist auch am nächsten Morgen nicht weiter als bei 78%. Steckengeblieben, versackt. Und statt dass ich vielleicht wenigstens ein Bildschirmfoto mache, an dem ich mich irgendwie dran entlanghangeln kann – auf die Idee muss man auch erstmal kommen! Stattdessen schalte ich einfach aus, und alles ist futsch. +++ Hundert Stunden Arbeit – und der Rausch eines Meisterwerks! Ich habe mich dann hingesetzt und alles noch einmal von vorn: Aber, das kann man schon ahnen, ein Gefühl wie beim ersten Mal will sich nicht wieder einstellen. +++ So ist das halt in der Kunst. +++ Sonst hieße es Wunst! +++ Aufgenommen übrigens auf der Elsenbrücke am Sonntag, als mich der Typ von vorm Penny ansprach, wegen der zweiten Sonne, und ob ich die schon fotografiert habe. +++ Der Song im Autoradio damals vorm Bahnhof in Spandau, das war übrigens Pink Lemonade von James Bay: Super Anfang, super Strophe, fand ich – der Refrain flacht dann leider völlig ins Flache ab. Es gibt da übrigens zwei offizielle Videos von: Ein Official Video und ein Official Lyric Video – und bei dem mit den Lyrics, da dachte ich so: Was ist eigentlich aus Charlie Sexton geworden? Obwohl, das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. +++ Ach so, genau: Bitte das Bild anklicken, dann kann man es besser anschauen!

Überschrift inspired by: Pictures For Pleasure © Charlie Sexton, 1985
Überschrift also inspired by: Never as Good as the First Time © Sade, 1985
Bildunterschrift: The Long and Winding Road © The Beatles, 1968
Lyrics: Love Removal Machine © The Cult, 1987
Pink Lemonade © James Bay, 2018
Beat's So Lonely © Charlie Sexton, 1985

Montag, 16. April 2018

Cirrocumulus / Nimbostratus.



Berliner Allee, Weißensee © Kai von Kröcher, 2018





À midi ou à minuit il y a tout ce que vous voulez au Kottbusser Tor. +++ Seit ich Hashtags benutze, hat sich die Zahl meiner Leser halbiert. +++ Im Weißen See gestern, da waren tatsächlich die ersten Leute am Baden. Schön sah das aus, ich freue mich schon auf den Herbst. +++ Am Ostkreuz dafür war der Bahnhof voll mit Leuten in Frei.Wild-T-Shirts, ich fragte mich, wo die herkamen. Bis auf einer von denen, der stand ein bisschen abseits und trank alleine ein Gösser-Radler aus der Flasche – bis auf den sahen sie alle nicht übermäßig intelligent aus. Der sah eigentlich sogar nett aus, aber gerne einer von ihnen gewesen wäre man nicht. +++ Highlight des Sonntags übrigens, Sie erinnern sich vielleicht noch an den Typen, der immer vor dem Penny steht (Ohlauer Straße). Der immer sagt: "Guten Tag." – oder einfach nur: "Tachchen!" Manch einer gibt ihm ja was für den Spruch, ich eher selten. Jedenfalls, auf der Fußgängerbrücke hinter der Elsenbrücke, da wälzten sich Menschenmassen vom Treptower Hafen zur Halbinsel Stralau oder auch andersherum. Und plötzlich bleibt der Penny-Typ mit dem Rad vor mir stehen, ich hatte gerade die Kamera für ein Bild angesetzt. +++ Im Sommer trägt er oft Strohhut, und ab und zu klingelt er am Haus gegenüber vom Club. Ich hab immer gedacht, was für ein Depp. Jetzt blieb er vor mir stehen und fragte, ob mir das "im Blog" schon mal aufgefallen wär', das mit der Sonne. Ich fragte mich, ob er "den Blog" liest. Er meinte, ob ich schon mal die Sonne fotografiert hätte. Weil, der Typ mit dem Blog hat da wohl letztens noch eine zweite Sonne entdeckt, genau neben der ersten. Und ich solle das mal fotografieren, wenn gutes Wetter ist. Dabei war gestern doch super Wetter. Die NASA nämlich, die habe den Typen einkassiert, und jetzt ist der Blog im Netz nicht mehr zu finden – komisch, nicht? +++ Und dass sie die Sonne immer einsprühen, das sei doch wohl auch seltsam – er selbst habe jetzt immer so Schnupfensymptome, dabei ist er nicht krank, das sei doch sehr merkwürdig. +++ Ja, fand ich dann auch, irgendwie. +++ Kleiner Tipp: Das Bild kurz mal anklicken, dann sieht man es besser...

Überschrift inspired by: Namen von Plattenbauhochhäusern zwischen Greifswalder Straße und Michelangelostraße
Lyrics inspired by: Les Champs-Élysées © Joe Dassin, 1969
Frei.Wild: Deutschrockband aus Brixen, Südtirol (Italien)

Samstag, 14. April 2018

Searching for Hashtag / Brotlose Kunst Incorporated.


Music in Colors © Kai von Kröcher, 2018







Wenn du mich suchst, wirst du mich finden – Verliebte geh'n hier immer an den Fluss. +++ Das mit dem Suchmaschinentrick hat bisher noch nicht so ganz eingeschlagen, das soll mir nur recht sein. +++ Das Foto heute, an dem habe ich jetzt etwas länger gesessen. Allein der Spaziergang am Dienstag, der hatte ja schon ungefähr vier bis fünf Stunden gedauert, oder wenigstens drei. Als Laie denkt man ja meistens, Fotografieren ist keine Arbeit: Fotografieren ist einfach oft brotlos – das ist nicht immer dasselbe! +++ Als ich das Bild mir am Ende so ansah, da dachte ich, das ist wie ein Tame Impala-Song: Die fummeln auch oft einfach mal scheinbar unkontrolliert an den Reglern, und dann sind für eine Zeit alle Höhen futsch, oder so. Und da denkt man dann erstmal, das klingt ja jetzt merkwürdig – so geht mir das mit dem Bild. +++ Der offizielle Dateiname lautet dann auch: "Gitschiner Straße (10.4.) © Kai von Kröcher, 2018_6640_Kaleidoskop1a3 Kopie links (s|w)" – Originalgröße übrigens zweimeterdreizehneinundsiebzig mal einsneununddreißigacht, ... das macht schon was her. +++ Kleiner Tipp: auf das Bild klicken – dann kann man es besser anschauen!

Überschrift inspired by: Searching for Sugar Man – Dokumentarfilm, Musik: Sixto Rodrigez © Malik Bendjelloul (Regie), S/UK 2012
Überschrift also inspired by: Funky Town © Lipps Inc, 1979
Bildunterschrift inspired by: Music In Colors © Stephen Duffy, 1993
Lyrics inspired by: Du hast mir gesagt © Element of Crime, 1999
Let it Happen © Tame Impala, 2015

Freitag, 13. April 2018

Clouds across the Moon / DIN A Testbild – Neu Berlin.



Möckernbrücke © Kai von Kröcher, 2018






Niemand wird dich finden, denn du bist bei mir. +++ Okay. +++ Nachmittags hatte ich einen Text gestern gelesen, H.P. Daniels über Klaus Voormann – wie der an einem verregneten Hamburger Abend 1960 zum ersten Mal in die Beatles hineinstolpert. +++ Jetzt stand ich auf der Kottbusser Brücke und sah dem Tag zu, wie er dämmerig in den Abend floss. In diesem Moment bremste auf seinem Fahrrad der Medienberater Ugur Y., wir unterhielten uns lange "über den Blog": Wie man mich besser "finden" kann, pipapo. Er zeigte mir außerdem, dass auf dem Smartphone meine Bilder nicht wirken – nicht richtig gut rüberkommen. +++ Mit meinem Nokia-Handy bin ich bekennender Fortschrittsverweigerer, wir starten jetzt einen Testlauf. +++ Das Bild, apropos (oben): Ich finde es super – gleichzeitig ist es mir äußerst suspekt. +++ Wir alle sind Sklaven der Quote!

Überschrift inspired by: Clouds Across the Moon © RAH Band, 1985
Überschrift also inspired by: Programm 6 © DIN A Testbild, 2010
Lyrics: Jeanny (Part I) © Falco, 1985

Donnerstag, 12. April 2018

A-Hörnchen & B-Hörnchen / Der Russe ist einer, der Birken liebt.



Obentrautstraße, hinter dem Finanzamt © Kai von Kröcher, 2018

Obentrautstraße und Möckernbrücke © Kai von Kröcher, 2018

Möckernbrücke und Zossener Straße © Kai von Kröcher, 2018

Hinter dem Finanzamt (mit Pfarrei St. Bonifatius) © Kai von Kröcher, 2018




















































I know I laughed when you left but now I know that I only hurt myself. +++ Als ich um acht eben wach wurde, überlegte ich kurz. Ob die Kirchenglocken heute wohl so vehement läuteten, weil Trumpi-Boy seinem Freund Putin über Nacht wirklich Raketen auf den Hals geschickt hatte: Im Hof spielten zwei Eichhörnchen Fangen, und im Radio liefen die Members mit dem Sound of the Suburbs. Sah mir alles erstmal nicht so nach Weltuntergang aus, und so setzte ich mich hin und suchte Fotos für einen neuen Post heute heraus. +++ Die Bilder sind von dem Abendspaziergang neulich, das waren noch Zeiten.

Überschrift inspired by: Chip an' Dale (Comic-Figuren) © Walt Disney, 1943
Überschrift also inspired by: Der Russe ist einer, der Birken liebt (Roman) © Olga Grjasnowa/Carl Hanser Verlag, 2012
Lyrics: Bring It On Home to Me/You Send Me © Rod Stewart, 1974 (Cover)
The Sound of the Suburbs © The Members, 1979

Mittwoch, 11. April 2018

I took this walk to ease my mind / To find out what's gnawing at me.




Hallesches Ufer © Kai von Kröcher, 2018






























Rosemary, heaven restores you in life. +++ Das war jetzt mal ein schneller Versuch, das mit dem Bild heute: Ich bin noch niemals im Orient gewesen, aber genau so stelle ich ihn mir vor. +++ Eine sehr schöne Ausstellung neulich – ganz großen Dank dem RIOGRANDE, die ein hervorragender Gastgeber waren! +++ Das Foto oben entstand gestern bei einem Abendspaziergang. Ein sehr toller Spaziergang: Wenn der Abend sich behutsam über die Stadt senkt, das klingt aber kitschig. Auch hinter dem Finanzamt Friedrichshain-Kreuzberg, eine Gegend, die sicher bald abgerissen wird, die sieht man sonst nicht. Das hat mit dem Bild oben aber nichts zu tun. +++ Es waren ja sehr viele Menschen da, bei der Vernissage am Samstag – das freut einen als Künstler natürlich. Das würde sicherlich jeden freuen. Auch zum Beispiel als Metzger, das wär' wohl genauso. Oder wenn man als Kind seinen ersten Einsatz beim Hallenturnier hat, und die Eltern schauen vorbei. +++ Wer es übrigens verpasst hat, sich aber trotzdem die Bilder gern einmal ansehen würde: Die Ausstellung läuft noch bis ungefähr Ende Juni (ich glaube, über einen konkreten Termin haben wir Spaßvögel gar nicht gesprochen): geöffnet ist täglich von morgens um zehn bis irgendwann kurz nach Mitternacht. +++ Es sind jetzt übrigens unten im Hafen auch zwei Wildgänsepärchen, obwohl, die sehen eigentlich aus wie sehr große Enten. Aber "im Netz" finde ich da nichts – immer nur Rezepte für Flugente im Römertopf, wie originell. +++ Was wollte ich eigentlich erzählen? Ich musste da jetzt ein paar mal an eine Lesung im Kater Blau denken, das ist bestimmt auch schon wieder zwei bis drei Jahre her. Der Schriftsteller Detlef Kuhlbrodt hatte ja eine Weile lang immer mal wieder über das Eichhörnchen namens David Bowie geschrieben, das ihn an seinem Fenster besuchte. Und aus diesen Geschichten las er im Kater Blau. Und wenn ich nicht irre, war das Kater Blau ja der Nachfolger, oder so, der Bar25. Und da denkt man ja eher an irgendwie drei Tage wach und so. Eine verwegene Stätte des Lasters. Und zu der Lesung kamen überwiegend junge Frauen, das war schon beeindruckend. Das war ein sehr schöner Abend, Detlef hatte auch einen Monoplattenspieler aufgebaut, vielleicht war der sogar Stereo. Und da spielte er dann zum Beispiel ein paar Singles von David Cassidy, der lebte zu der Zeit noch: I Think I Love You vielleicht. Und How Can I Be Shure. Das kannten die jungen Frauen natürlich gar nicht, aber sie stellten Fragen wie, mit was er David Bowie zum Beispiel füttert. Bestimmte Nüsse und so. Wir hatten da einen ganz tollen Abend, und draußen saßen wir dann in der untergehenden Sommersonne, die spiegelte sich in der Spree. +++ Jedenfalls, heute Morgen im Hof – früh morgens ist das am Schönsten: das Eichelhäher-Pärchen war wieder einmal zu Besuch. Und ein Entenpaar (von den ganz normalen draußen vom Kanal). Die waren auf der Suche nach einem Brutplatz, sie klapperten systematisch alle Balkone ab. +++ Enten, wenn man sie mal beobachtet – die fliegen natürlich nicht so artistisch-versiert wie andere Vögel, und erst dachte ich immer, hoffentlich fallen sie da nicht runter. +++ Aber das ist Quatsch.

Überschrift inspired by: Conversation Piece © David Bowie, 1970
Lyrics: Evil © Interpol, 2004
RIOGRANDE | May-Ayim-Ufer 9 | 10997 Berlin
I Think I Love You © The Partridge Family, 1970
How Can I Be Shure © David Cassidy, 1972 (Cover)